Alter Wein in neuen Schläuchen – spontan nehme ich Abschied von meinem “irgendwie zu pilzigen” WordPress-Theme. Im CSS hat sich lächerlich wenig verändert, trotzdem sieht es faszinierend anders aus!
Das wars auch schon.
Falls ihr allerdings Photoshop-Disasters noch nicht kennen solltet, wirds höchste Zeit.
War ja grade im Web von vorgestern – kein Problem dank “Waybackmachine” – grusliges Ding – auf einer längst toten und unerreichbaren Seite… Hübsch auch, sich dort vergangenes Webdesign vor Augen zu rufen. Heute wäre das damalige Jugendmagazin “Come-In”, bei dem ich wohl die Finger mit im Spiel hatte, sicherlich ein WordPress.
Die Waybackmaschine erfasst aber nicht nur komplette Webseiten zu mehreren Zeitpunkten, sondern bietet außerdem Zugang zu etlichen digitalen Bibliotheken und Video-Archiven. Eine Art kulturelles Youtube.
Nicht zu vergessen eine Riesenauswahl lizenzfreier Musik und Netlabels – daher mag ich nur jedem die entsprechende Feed-Adresse ans Herz legen… Wer seine eigene Musik gerne kostenlos veröffentlichen mag und den Speicherplatz auf dem eigenen Server scheut, kann seine Titel samt Artwork dort hosten, ohne den Kommerz durch die Hintertür befürchten zu müssen.
Apropos Webdesign von gestern: Der Rippenschneider hat eine reichhaltige Sammlung animierter GIFs – und er produziert sogar aktuell noch neue, z.B. für die Fußball-EM. Daneben gibt es kultige E-Card-Skripte mit lustiger Midi-Musik zu verschiedenen Anlässen und Bannergeneratoren… Fantastisch! Früher waren kostenlose AniGIF-Archive fast so gefährlich wie Pornoseiten! Heute wirken sie wie ein Museum, wenn einem da viel zu schnell drehende Disketten um die Ohren fliegen. Ach ja. *Schnief*
Ganz nebenbei: Der Grund für den unüberlegt blöden Namen “Meskalinopolis” ist meine erste E-Mail-Adresse: meskalin@metropolis.de
Metropolis war für mich damals die absolut geilste Community überhaupt – und hey, dieses Design könnte man heute noch so lassen! Ging böse den Bach runter die Seite. Was war eure erste Startseite?
Auch wenn die Wahlbeteiligung in unserem Lande nicht unbedingt hoch ist – im Web2.0 wird abgestimmt und bewertet, als sei das die neue Lieblingsbeschäftigung. Demokratie wird bunter.
Mit dem RGB-System lassen sich 16.777.216 Farben codieren. Entsprechend viele Kombinationen aus 5 Farbtönen lassen sich zusammenstellen. Auf dieser Tatsache fußt eine ganze Community, deren einziger Zweck darin besteht, hübsche Farben zu benennen und miteinander zu kombinieren.
Seine Fotos oder Videos miteinander zu teilen ist eine Sache, aber Kombinationen aus Lieblingsfarben zu veröffentlichen, das erscheint auf den ersten Blick doch etwas lächerlich und überflüssig. Was gibt es schließlich langweiligeres als die Frage nach der Lieblingsfarbe? Und doch ist das Suchtpotenzial enorm – und es ist nirgendwo einfacher, neue Freunde zu finden und positive Kommentare a la “Awesome!”, “Great!” oder “I love it!” einzuheimsen.
Und für was braucht man sowas? Tja, gute Frage. Nun, es gibt gewiss einige farbenblinde Webdesigner, die sich ab sofort Ideen für ein geschmackssicheres Stylesheet holen können – ein wirklicher kommerzieller Nutzen ist allerdings noch nicht in Sicht.
Dieses erfrischend spritzige Logo stammt nicht etwa von einer neuen *gähn* web 2.0 Anwendung, sondern vom japanischen Verteidigungsministerium. Sieht richtig lieb aus! Mal keine Adler mit Waffen. Eher ein lieber grüner Engel, der die Welt in den Arm nimmt.
Bizarr, bizarr… Ja, hier kann man mal sehen, dass Flash nicht nur dazu geeignet ist, smoothe Animationen und Menüs anzulegen – nein, es geht auch ruckelig und geheimnisvoll.