Volapük
“Die Notwendigkeit einer Weltsprache, d. h. einer zwischenvölklichen Handels- und Verkehrssprache bedarf heute – im Zeitalter der Technik, des Radio und des Fernsehens – keiner Begründung mehr.” Das erkannte schon Anfang der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts Dr. Arie De Jong und entwickelte die Weltsprache Volapük.
Sie ist sehr einfach zu erlernen und irgendwie klingen die kurzen Wörter meist sogar einigermaßen vertraut. So heißt z.B. “Drinob nosi sis muls” – Ich trinke nichts seit Monaten. (Wer’s glaubt!) Oder auch “Blinof stonis jönik zül” = sie bringt neun schöne Steine. Ja, nahezu alles lässt sich auch in Volapük ausdrücken! Das Volapük hat außerdem seinen ganz eigenen, exzentrischen Klang – im Gegensatz zu Esperanto, das sich anhört, wie ein liebloser Kompromiss aus viel Spanisch mit noch anderen romanischen Sprachen!
Hier noch ein Beispiel für den simplen und logischen Aufbau der Grammatik:
Die Nachsilbe iär kennzeichnet Behälter u. dgl., meist in verziertem Zustande oder in kunstvoller oder gefälliger Form ; nigiär = Tintengestell, kafiär = Kaffeedose, kaf = Kaffee – biskutiär = Zwiebackdose, biskut = Zwieback.
Leider hat es sich nicht so richtig durchsetzen können – Woran das wohl liegt?Vielleicht wäre die Lösung von Douglas Adams die bessere Utopie – einfach Babelfisch ins Ohr und schon versteht man sogar die Außerirdischen vom anderen Ende der Galaxie.
