Sprudelbälle

Essbare Seife? Seifiger Käse?

Käseladen

LUSH – was irgendwas zwischen “besoffen”, “abgefahren” und “üppig” bedeutet, gibt es nun auch in meiner Stadt. Es ist ein hipper neuer amerikanischer Laden, durch dessen Schaufenster nur schwer zu erraten ist, was genau dort feil geboten wird. Von außen hat man den Eindruck, es handle sich um ein exquisites Käsegeschäft, kommt man durch die Türe, denkt man unwillkürlich an eine Parfümerie. Diesen sinnlichen Trugschluss bekommt das Gehirn innerhalb der nächsten Minuten nicht mehr aufgedröselt.

Zwar kaufe auch ich am liebsten Schaumbad, das so riecht, als ob man es essen könnte – aber das ist mir dann doch zu extrem: Da gibt es Duschgel in glitschiger Wackelpuddingform, abgepackt wie Frischkäse und Honigseife in Form von riesigen Käselaiben. Es gibt dort “vegane” Seife, ja was sagt man denn dazu? Man wird von hippem Personal dazu aufgefordert, mit Sprudelballbruchstücken in Wasserschüsseln rumzuplantschen.

Sehr bizarr das alles – vor allem auch die Preise: 100 Gramm Seife für 5 EUR? Hallo – ist Seife nicht eigentlich etwas super Billiges? Mir scheint, hier wird der Boom der selbstgemachten Dinge kommerzialisiert. Nach wenigen Minuten konzentrierter Parfümkaskaden kriege ich Kopfweh. Auf in den Schokoladenladen! Da kann man die Waren wenigstens wirklich essen.

Seifenladen

Selbstgemachte Seife, Badepralinen oder Sprudelbälle sind aber ein grundsätzlich zu befürwortendes Trend-Hobby und eine lustige Sauerei! Tolle Seifenrezepte gibts auch bei schattenbaum.net