schwul

The other side…

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Sieben schwule Hosen

Gerüchte gehen um, dass es eBay gar nicht so gut geht, wie alle immer dachten. Die können so viel Geld für Google- und Fernseh-Werbung ausgeben – ein Goldesel muss das doch sein! Aber zwei Drittel aller User sind Karteileichen, mancher Powerseller ist enttäuscht, viele Träume vom großen Geld sind geplatzt. Ausgerechnet Blogs sollen nun dem Riesen wieder auf die Beine helfen.

BasicThinking schreibt dazu: “eBay, eine der bekanntesten Seiten im Netz hat noch kein Blog. Das geht natürlich nicht an, denn unter 16 Mio deutschen Internetnutzern wird es sicherlich auch welche geben, die einen Blog begrüßen wüden.

Sprichts – und produziert gleich ein eigenes Blog zum Thema. Tatsächlich versucht eBay bereits selber, mit unterschiedlichen Strategien, Blogs für seine Zwecke zu nutzen:

Auftakt ist “Bloggercontest“, eine supi Charity-Aktion, für die man sechs “Alpha”-Blogger auserwählt hat: Seit dem 1. August läuft das Projekt und es gibt auch schon ein paar Videos und Beiträge. Die Teilnehmer sollen nun durch ihren Bekanntheitsgrad und ganz viel Kreativität möglichst hohe Auktionserlöse einbringen – für einen guten Zweck: Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei.

Der eigentliche Sinn der Sache ist natürlich der Versuch, das staubige Image wieder auf Vordermann zu bringen. Falls da innerhalb von 6 Wochen überhaupt 1000 Euro zusammenkommen sollten, ist das ein Witz im Vergleich zu dem, was Ebay vermutlich für die Marketing-Agentur hingeblättert hat, damit die für sie ein buntes Blog zusammenbastelt und “verschiedene Persönlichkeiten aus der deutschen Bloggerszene” anheuert.

Dann gibt es da noch die “Ebay-Blogs“: Die Kunden sollen schreiben,

“was sie bewegt, womit sie sich beschäftigen oder was sie bei eBay erleben.”

Immerhin können die User ein kleines Header-Bild hochladen – von der eigentlichen Ebay-Seite sind diese “Blogs” jedenfalls nicht zu unterscheiden. Nicht sehr aufregend, alles in allem.

Und nun zu meinem ganz persönlichen Ebay-Experiment: Ich habe da 7 wirklich scheußliche Hosen, die ich dringend loswerden möchte. Zum Wegwerfen sind sie einfach zu schade.

Für die Extraportion Aufmerksamkeit bedarf es eines bekloppten Mottos – ich nehme mal “Sieben schwule Hosen“. Die werde ich also in den nächsten Wochen bei Ebay “reinsetzen” und hoffen, dass das Thema aufgegriffen und gehypt wird, damit ich bald stolz verkünden kann “Ich wurde reich und berühmt durch hässliche Hosen!“.

Selbstverständlich werde ich von der Artikelseite auf mein Blog verlinken, damit der Besucherstrom, der durch teure Sonderoptionen wie Galeriebilder oder Fettschrift fällig wird, wenigstens noch ein paar neue Leser bringt. Ich halte Euch auf dem Laufenden…

Neblázni!

Akrobat Sigi Müller

Mein nächster Beitrag stammt aus der bunten Welt der Fernsehwerbung, die in z.B. Tschechien viel billiger produziert werden kann als hierzulande.

Nun habe mich ja vor einiger Zeit sehr gewundert, wieso die Reklameheinis von der erzkonservativen Müller-Milch ihren “Akrobaten Sigi Müller” in Ihrem aktuellen Spot für Knuspereckenjoghurt kurzerhand ausgetauscht haben. Meine erste weltverschwörerische Vermutung war ja, dass der denen doch im Nachhinein ein bisschen zu schwul war.

Jetzt lese ich in einem rennomierten Schwuppenmagazin, dass das ein tschechischer Pornodarsteller (Pseudonym: Tommy Hansen vom Label BelAmi) und beliebter Big-Brother-Bewohner in seinem Land ist, was die Bild-Zeitung dann gleich zu einem Skandal aufblasen musste.

Jedenfalls war Müller total empört und hat daraufhin seinen Werbespot geändert, was ich ja ziehmlich affig finde.

Hierzu Reaktionen aus den Niederlanden:

  • Boycotten dus die Müller!
  • Ovrdreven reactie van deze zuivelproducent!
  • Lekkerrrrrrrr!

Hier noch ein paar Daten über den “Akrobaten”: Filip Trojovský, 23, Wohnort: Brno, Glückszahl: 3, ein Wort, das er oft gebraucht: neblázni (spinn nicht rum), sagt von sich selbst: “Sex ist das Vergnügen der Armen”, mag weder Bügeln noch Geschirrspülen.

Lohnt sich also überhaupt nicht, da nen Skandal draus zu stricken.