schlau schlau
Ein Tetris geografischen
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Erdkundelehrer aufgepasst, hier gibt es tolle interaktive Lernmaterialien, die mehr Spaß machen als muffige Karten durchs Treppenhaus zu tragen: Statetris - auch für USA, Europa oder ganz schwierig: Japan!
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Hab ich von einem französischen Blog. Und die automatische Übersetzung vom Französischen ins Deutsche via Google ist gar nicht übel:
Aber, wenn du deine Nachkommen zwingen, sich zu merken, die verschiedenen Zustände in den Vereinigten Staaten, empfehle ich Ihnen, einen Blick zu werfen auf Diesen Tetris geographische… getauft stark logisch “Statetris”!
So kann man fremdsprachige Blogs fast unangestrengt verstehen.
Goldgräberstimmung
Im Netz ist ein wahrer Goldrausch ausgebrochen! Überall kann man erfahren, wie man mit seinem Blog oder in Second Life oder anderswie Geld abschöpfen kann - aus bloßen Ideen.
Mit einer Investition von nur 12,95 $ und ein paar durchgeackerten Poser-Tutorials z.B. kann man ein eigenes Geschäft betreiben. Oder es zumindest versuchen. Wolf und Claudia Kettner aus Remshalden machen das richtig professionell: Sie wissen, es reicht nicht, einen Shop zu haben, man muss ihn auch kräftig bewerben. Also schalten sie Banner- und regionale Radiowerbung. Noch bleiben die Besucherzahlen aus, aber schließlich muss man auch ein bisschen Geduld mitbringen.
Mein persönliches Highlight: “Sonderbriefmarken zur Drachenhausener Skulpturenausstellung” - kaufen kann man sie leider nicht. Aber prinzipiell glaube ich, in etwa das ist tatsächlich die Zukunft! Ach und liebe Familie Kettner: In Eurem Shop fehlt unbedingt ein Klingelton.
Sieben schwule Hosen
Gerüchte gehen um, dass es eBay gar nicht so gut geht, wie alle immer dachten. Die können so viel Geld für Google- und Fernseh-Werbung ausgeben - ein Goldesel muss das doch sein! Aber zwei Drittel aller User sind Karteileichen, mancher Powerseller ist enttäuscht, viele Träume vom großen Geld sind geplatzt. Ausgerechnet Blogs sollen nun dem Riesen wieder auf die Beine helfen.
BasicThinking schreibt dazu: “eBay, eine der bekanntesten Seiten im Netz hat noch kein Blog. Das geht natürlich nicht an, denn unter 16 Mio deutschen Internetnutzern wird es sicherlich auch welche geben, die einen Blog begrüßen wüden.“
Sprichts - und produziert gleich ein eigenes Blog zum Thema. Tatsächlich versucht eBay bereits selber, mit unterschiedlichen Strategien, Blogs für seine Zwecke zu nutzen:
Auftakt ist “Bloggercontest“, eine supi Charity-Aktion, für die man sechs “Alpha”-Blogger auserwählt hat: Seit dem 1. August läuft das Projekt und es gibt auch schon ein paar Videos und Beiträge. Die Teilnehmer sollen nun durch ihren Bekanntheitsgrad und ganz viel Kreativität möglichst hohe Auktionserlöse einbringen - für einen guten Zweck: Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei.
Der eigentliche Sinn der Sache ist natürlich der Versuch, das staubige Image wieder auf Vordermann zu bringen. Falls da innerhalb von 6 Wochen überhaupt 1000 Euro zusammenkommen sollten, ist das ein Witz im Vergleich zu dem, was Ebay vermutlich für die Marketing-Agentur hingeblättert hat, damit die für sie ein buntes Blog zusammenbastelt und “verschiedene Persönlichkeiten aus der deutschen Bloggerszene” anheuert.
Dann gibt es da noch die “Ebay-Blogs“: Die Kunden sollen schreiben,
“was sie bewegt, womit sie sich beschäftigen oder was sie bei eBay erleben.”
Immerhin können die User ein kleines Header-Bild hochladen - von der eigentlichen Ebay-Seite sind diese “Blogs” jedenfalls nicht zu unterscheiden. Nicht sehr aufregend, alles in allem.

Und nun zu meinem ganz persönlichen Ebay-Experiment: Ich habe da 7 wirklich scheußliche Hosen, die ich dringend loswerden möchte. Zum Wegwerfen sind sie einfach zu schade.
Für die Extraportion Aufmerksamkeit bedarf es eines bekloppten Mottos - ich nehme mal “Sieben schwule Hosen“. Die werde ich also in den nächsten Wochen bei Ebay “reinsetzen” und hoffen, dass das Thema aufgegriffen und gehypt wird, damit ich bald stolz verkünden kann “Ich wurde reich und berühmt durch hässliche Hosen!“.
Selbstverständlich werde ich von der Artikelseite auf mein Blog verlinken, damit der Besucherstrom, der durch teure Sonderoptionen wie Galeriebilder oder Fettschrift fällig wird, wenigstens noch ein paar neue Leser bringt. Ich halte Euch auf dem Laufenden…
Aktion “Lebendiges Deutsch”
Link: www.youtube.com
Gegen die böse “Anglomanie” (gibts da kein gutes deutsches Wort für?) ruft die Aktion “Lebendiges Deutsch” zu einem Wortfindungswettbewerb auf: Die hochkarätige Jury berät dann und gibt Sprachempfehlungen heraus - denen ich allerdings wenig Anwendung prophezeie:
- “Schnellkost” gegenüber Fastfood wirkt ein bisschen altertümlich und “Eilmampf” ist zwar originell, wird sich aber vermutlich höchstens auf T-Shirts durchsetzen, die keiner trägt. Wie wärs denn, wenn man den guten Imbiss oder gar Schnellimbiss wieder aufwärmte (die Profis nennen das übrigens Regenerieren)? Dafür ist es noch nicht zu spät!
- Pay-TV in “Zahlkanal” umzumünzen, finde ich geradezu mutwillig. Da gefällt mir Bezahlfernsehen besser, das ist viel deutscher!
- “E-Müll” für Spam ist mir zu stammtischig! Und wenn man weiß, wo die Wurzeln dieses Wortes liegen, will man auch gar kein anderes Wort dafür erfinden.
- Laptop zu “Klapprechner”? Das ginge gerade noch so durch. Im Badischen würde ich vorschlagen, sollte man beim Läbbtob oder Läbbi bleiben, in Hessen kann man getrost auf den Glabbreschnää umsteigen.
- Am “Prallkissen” kann man gut erkennen, wie willkürlich die zu reformierenden Begriffe von dem Verein ausgewählt wurden. Der gute Airbag ist wunderbar kurz und griffig. Wenn der grausige “Exit-Bag” etwas populärer wäre, würde der Verein sicher Selbsttötungstüte vorschlagen. In der Autowerbung jedenfalls haben weder dralle noch pralle Kissen eine Chance.
Das einzige, was man tatsächlich überdenken könnte ist “Hingeher” für Event. Das ist treffend und klingt geradezu nach Jugendsprache. Ja, der Hingeher hat Potenzial und ich bin überzeugt, dass bald nur noch die Leute “Event” sagen werden, die auch “ins Aqua-Fitness gehen”.
3 zu 0 für die Dicken!
Gestern in der Maischberger-Arena: Dick gegen Dünn. Die Betreiberin eines Dicken-Forums (Ich bin so dick wegen meiner Schilddrüsenerkrankung und dem Jojo-Effekt) gegen eine “InStyle” Redakteurin (Ich kann essen was ich will - ich habe immer Größe 34 - am liebsten mag ich Süßigkeiten!). Gewinner: Die Dicke! Sie überzeugte klar durch ihre rührende Krankengeschichte und ihr Eingeständnis: Ich bin nicht gerne dick!

Runde zwei: Anti-Diät-Autor (Es gibt 1000 Gründe fürs Dick sein, aber das hat nichts mit der Ernährung zu tun!) gegen so einen Pro7-Doku-Soap-Ernährungstrainer (Damit töten Sie Ihr Kind! So sieht es in 30 Jahren aus!). Gewinner: Der Dicke! Der Pro7-Kinderschreck kam ins Schwitzen und brabbelte Wirres - und Sandra Maischberger kam ihm nicht zu Hilfe. Ein Highlight: Von dem Diät-Gegner seiner Kompetenz beraubt und die anderen Dicken im Nacken, zwingt Sandra ihn zuzugeben, dass Cola ungesund ist. Naja, man sollte dann wenigstens noch einen Apfel dazu essen. Wobei selbst die nicht pauschal gesund sind!
Letzte Runde: Eine Veganerin (Tiere haben Gefühle - Leute, ändert Euer Bewusstsein für das Miteinander der Lebewesen auf unserem Planeten! Fische können lesen!) gegen einen Jäger, dem es gut schmeckt (Pah - Wissenschaft! Wollen Sie behaupten, die Kuh versteht, was ich sage? Sie können glauben, was sie wollen - ich lass mir mein Steak weiterhin schmecken!). Gewinner: Der Dicke, leider… Ich war ja für die Veganerin aber der Jäger hatte sicher die meisten Leute hinter sich. Vielleicht sollte man sie nochmal zu einem geeigneteren Thema einladen und jemanden wie Renate Künast neben sie setzen.
Schade, dass ich das Schlusswort nicht mit geschnitten habe: Alle wollen sich zusammen an einen Tisch setzen (mit den Dicken!) und Ernährungskonzepte für die nächsten 50 Jahre ausarbeiten. Dann kann man ja beruhigt einschlafen.






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