Manipulation

Der Absatz des Tages

Niederländische Psychologen um Rob Holland haben Probanden in einen kaum merkbar mit Zitronenduft parfümierten Raum gesetzt. Die Probanden erkannten in einem ersten Test viel schneller als die Kontrollgruppe Wörter, die mit Sauberkeit zu tun hatten. Als sie auflisten sollten, was sie im Laufe des Tages noch vorhatten, schrieben 36 Prozent (im Vergleich zu 11 Prozent) etwas auf, das mit Putzen zu tun hatte. Und als sie nach dem Experiment einen Keks essen durften, wandte die dem Duft ausgesetzte Gruppe viel mehr Zeit dafür auf, die Krümel zu entfernen.

Der ganze wunderbare Artikel in der Zeit. (via Twittertim.es)

Hypertrophierte Muskelmaus

Myostatin Knock-Out-Maus

Myostatin ist ein Protein (Eiweiß), das im menschlichen oder tierischen Körper gebildet wird. Es hemmt das Muskelwachstum, so dass die Muskeln nicht unkontrolliert wachsen. Der Molekularbiologe Se-Jin Lee von der Johns Hopkins University in Baltimore hat einen Weg gefunden, über die Manipulation des Gens TGF-ß diese Eiweiße bei Mäusen gezielt zu unterdrücken. Die so gezüchteten Mäuse weisen ein Vierfaches an Muskelmasse auf (siehe oben).

Auch in natürlichen Mutationen hat man bereits ungewöhnliche Effekte im Zusammenhang mit solchen Wachstumshemmern beobachtet, u.a. bei Rindern, Schafen, Hunden und kürzlich auch beim Menschen. Aber dort war das Wachstum höchstens doppelt so stark wie normalerweise. Die Forscher konnten zeigen, dass das erstaunliche Muskelwachstum allein auf das ausgeschaltete Myostatin-Gen zurückzuführen ist.

Das Interesse an dieser Entdeckung ist natürlich riesig: Man erhofft sich Heilmethoden für Muskelerkrankungen, Anwendungen in der Nutztierhaltung – und auch für Gen-Doping kommt es wohl in Frage.

Quelle:
Se-Jin Lee: “Quadrupling Muscle Mass in Mice by Targeting TGF-ß Signaling Pathways”