Alles wat Spaß macht, is irgendwie gefährlich

Neulich argumentierte in einem Polit-Talk zum Thema Gammelfleisch-Skandal ein Gast, insgesamt seien in den letzten 25 Jahren weltweit nur rund 120 Menschen an BSE gestorben – das seien genauso viele Leute, wie in den letzten 25 Jahren durch das unachtsame Trinken von Lampenöl gestorben seien.
Ich muss zugeben – eine gelungene Pointe, zählten nicht ausgerechnet Lampenöle zu den gefährlichsten Haushaltschemikalien für Kinder zwischen einem und drei Jahren. Ja, es sind nicht irgendwelche geistesabwedenden Erwachsenen, sondern Kleinkinder, die neugierig alles in den Mund stecken. Das eigentliche Gefahrenpotenzial resultiert aus den besonderen physikalisch-chemischen Eigenschaften dieser Lampenöle:
Schon beim Verschlucken kleinster Mengen von unter einem Gramm können die Öle in die Lunge „kriechen“ und dort schwere Entzündungen, sogenannte „chemische Lungenentzündungen“ auslösen. So kamen 2004 zwei Kinder ums Leben – ein Kind hatte aus dem Behälter einer Gartenfackel getrunken, das andere vermutlich am Docht einer Öllampe gesaugt.
Zu den gefährlichen Haushaltschemikalien gehören desweiteren Grillanzünder und Putz- und Pflegemittel für Metalle, z. B. Fahrradreinigungsmittel. Einen interessanten Fundus bizarrer Gefahren bietet das Bundesministerium für Risikobewertung. So hat das BfR bewertet, welches gesundheitliche Risiko von borsäurehaltiger Hüpfknete ausgeht…
