fetisch

Luftballons

Ich weiß nicht, wie ich meinen Luftballon-Fetisch offen ausleben kann. Ich kaufe liebend gerne eine Jumbo-Packung Luftballons, setze mich in meine Badezimmer, puste sie auf und befülle dann damit meine Badewanne. Bisher habe ich noch nie mit jemandem darüber gesprochen. Was insofern schade und traurig ist, dass sich meine momentanen sexuellen Aktivitäten lediglich auf die Selbstbefriedigung in meiner mit Luftballons gefüllten Wanne beschränkt. Gibt es hier irgendjemanden, der auch einen Luftballon-Fetisch hat oder mir in irgendeiner Form eventuell weiterhelfen kann? Ich will mich nicht mehr für das schämen, was ich geil finde.

Nein, das musst du auch nicht! Luftballons Aufpusten ist ein so harmloses Vergnügen, es wäre sehr gemein, wenn man dich deswegen auslacht. Ein bisschen Luftballon-Fetischismus steckt wohl in jedem von uns, möchte ich behaupten!

Erinnern wir uns zurück an den ein oder anderen Kindergeburtstag oder eine Faschingsveranstaltung, als man mit einer Riesenfreude ganze Trauben von Luftballons zerstört hat – da kann man die Faszination schon nachvollziehen. Nur, weil man erwachsen ist, sollte man auf solch kindliche Freuden nicht verzichten, finde ich. Wir hören ja auch nicht ab einem gewissen Alter auf, Eiscreme zu essen. Und die Aktion, einmal 700 Luftballons in der Wohnung zu haben, stelle ich mir auch ungemein reizvoll vor.

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Als “Looner” bezeichnet man also eine Person, die von den spezifischen Eigenschaften eines Ballons, (Material, Form, Farbe, Geruch, Geräusche) erregt wird. Das “Loonen” als Variante des Gummi-Fetisch ist ein noch relativ unbekannter Fetisch, der feststellbar überwiegend von Männern ausgeübt wird. Die Ausdehnung, Spannung, der Druck sowie das Platzen eines Luftballons stellen für manche “Looner” die Symbole sexueller Erregung dar.

Viele Looner leben ihren Fetisch alleine aus – unter anderem wegen der Knallgeräusche. Viele entwicklen eine regelrechte Sammelleidenschaft, wobei eine deutliche Tendenz so großen Ballons oder speziellen Werbeballons zu erkennen ist.

Ein Vergnügen entsteht bereits durch das Aufblasen mit dem Mund. Die runden, prallen und weichen Formen können Assoziationen zu frühkindlichen Erlebnissen herstellen. Ein anderes ist das Zerplatzenlassen. Darin scheiden sich dann auch die Geister innerhalb der (Internet-)Community:

    Nonpopper haben oft Angst vor dem Knall eines Luftballons und lassen ihn deshalb nicht platzen. Die sogenannte Ligyrophobie ist aber ein Thema für sich… Ihre Erregung beziehen die Nonpopper in erster Linie aus dem körperlichen Kontakt zu aufgeblasenen Ballons. Reizvoll ist auch der lange Ballonhals, der sich bei Bewegungen jeweils mitdehnt und verkürzt.

    Bei Poppern steht der laute Knall eines Ballons, also dessen Zerstörung im Vordergrund. Für jede erdenkliche Zerstörungsmethode gibt es unterschiedliche Liebhaber.

    Semipopper sind auf keine der Varianten festgelegt. Es gibt auch “passive” Popper, die es erregend finden anderen beim Aufblasen und Knallen von Luftballons zuzuschauen. Zum Teil sind auch Crossover-Fetische wie Kombinationen mit Fußfetisch, Schuhe, Stiefel, Nylon, Lycra, Gummi, Zigaretten etc. zu beobachten. Wieder andere mögen das Gefühl der Bewegungsunfähigkeit wollen gleich selbst zu einer Art Ballon werden:

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Ein gewisser Pumpadude hat uns eine ansehnliche Sammlung von Cartoon-Videos zusammengesucht, in denen Comicfiguren samt Outfit aufgepustet werden. Vielen Dank auch dafür!

Bildsafari…

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Anime Face Models

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1A-Körpermaße aber ein häßliches Gesicht? Kein Problem, die Seite Anigao Girls bietet solchen Frauen jetzt einen lukrativen Nebenverdienst: Niedliche Anime-Gesichter sind manchen Männern sowieso viel lieber und die dürfen jetzt ihre Rollenspiel-Fantasien vom “Fotograf und dem Mädchen” in die Realität umsetzen. Natürlich ohne Anfassen! Die Models stülpen sich also so einen Püppchenkopf auf und posieren dann für 100 $ eine Stunde in einer zuckersüßen rosa Kulisse. Und wo gibts das? Blöde Frage – natürlich im Land der Puppenbordelle… Apropos: Dazu noch ein Reisebericht aus Tokio.

Saubermann-Image

Es geht doch nichts über so einen abendlichen Ausklang mit einem Politmagazin, das die Skandale in unserer Republik aufdeckt! Aber in der letzten Ausgabe von Kontraste habe ich mich doch über einen Beitrag sehr geärgert. Es ging um das neue Image der NPD bzw. die Festplatte eines NPD-Mitglieds aus Niedersachsen, die der Radaktion “zugespielt” wurde. Was waren da nicht alles für schreckliche Sachen drauf! Interessant wären ja vielleicht manche Texte zur Politik der NPD gewesen, stattdessen wurde ausgiebig aus privaten E-Mails zitiert,

“– ein Kontakt zu einer Sado-Maso-Bekanntschaft. Die Dame bietet sich als Sklavin an. Ein NPD-Mann hat sich das Angebot von einer „Sklavenzentrale“ besorgt, einer Internetbörse für Sado-Maso Anhänger.”

Er stellt sich vor, wie es sich für die Sklavin anfühlen soll, wenn er sich mit Peitschen und Ketten an ihr austobt. Er holt „eine Gerte“. Es setzt „Hiebe“ und „Schmerzen“. „Flüssiges Wachs läuft über meine Brustwarzen und die Brüste, ich schreie laut auf.“

Ach ja, dann haben sie noch ein paar Bilderchen mit Hakenkreuzchen, Rudolf Hess und Karten vom Großdeutschen Reich gefunden – meine Güte, das ist ja wirklich spektakulär und würde man auch gar nicht erwarten von einem NPD-Mann. Lasst denen doch ein bisschen Nazi-Nostalgie, jeder sammelt doch auf seiner Festplatte einen Haufen seltsamer Bilder an – mal Hand aufs Herz!

Jedenfalls finde ich diese Sado-Maso-Schmuddel-Nummer in dem Beitrag überflüssig und lächerlich. Spielchen mit Kerzenwachs sind kaum noch skandalös, (spätestens seit Madonna Anfang der 90er mit ihrem Erotica-Album und dem Film “Body of Evidence” einen Riesen-Flop gelandet hat, ist das wohl salonfähig).

Und ich glaube nicht, dass “NPD-Leute” jetzt besonders pervers sind. Oder man sollte so fair sein und die Saubermann-Images aller Politiker durchleuchten. Das wäre sicher hochinteressant. Ich bin mir sicher, dass sich sogar auf dem Rechner eines harmlosen Grünen, neben Rezepten von veganen Brotaufstrichen und illegalen MP3s, Bilder finden lassen, die nicht unbedingt mit grüner Frauenpolitik zu vereinbaren wären.

Ein toller Erfolg von Kontraste: “Das Landeskriminalamt ermittelt jetzt wegen der Festplatte.”

Nee, nee, sucht euch bitte richtige Skandale.

rbb / kontraste vom 25. Januar

Zehenmarmelade

Nur wenige eingeweihte Menschen wissen, was unter diesesm Begriff zu verstehen ist. Er kommt so selten vor, dass man ihn glatt 9Live für ein lustiges Spiel vorschlagen möchte:

“Immer noch keiner? Wir suchen eine -LADE!!! Na? Ist doch einfach, oder? Petra hat mit Schub- und Schokolade schon 7 Geldpakete abgeräumt!”

Da könnte man als Moderator (oder wie heißen die – Animateusen?) seelenruhig Tausend-Euro-Scheine draufkleben, permanent Anrufer durchstellen und sich freuen wie das Rumpelstilzchen.

Oder aber man benutzt es um herauszufinden, wie ordentlich seine Lieblingssuchmaschine arbeitet. (Genausogut funktioniert übrigens “Käsefußmarmelade” – sogar noch besser!).

hug popping, sit popping and stomp popping

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Porno ohne Porno

messman33 und sein Alpinaweiß

Ein interessanter Trend zeichnet sich momentan im Bereich der Internet-Pornografie ab. Bildmaterial, das genaugenommen gar keinen Porno im herkömmlichen Sinn darstellt, weil keine Geschlechtsorgane und ähnliches zu sehen sind, sondern ganz spezielle Vorlieben, die mit Sex auf den ersten Blick wenig zu tun haben.

Da wäre als erstes die Seite “stomp-it.de”, die man auch theoretisch für ein abgefahrenes Kunstprojekt halten könnte, weil es (vor allem) um Fotoserien von allen nur erdenklichen Sachen geht, die da zertrampelt werden – auch als Video! (z.B. Adventskalender, Christbaumkugeln, Drucker, ISDN-Karte, Oldies, Ravioli, Teddybär, Wirsing) Darüberhinaus bietet die Seite eine beachtliche Bilder-Datenbank über Turnschuhe aller geschätzter Marken.

Nachtrag vom 11.12.2005

Bedauerlicherweise wurde Stomp-it vor Kurzem aus dem Netz genommen. Wir wollen alle hoffen, dass sie lediglich gerelauncht wird und bald wieder online geht!

Die zweite Seite behandelt versaute und ruinierte Jeans und Socken – zum Beispiel sieht man da jemanden mit einem Eimer Alpinaweiß in der Badewanne… Da kann man noch viel erwarten, auch wenn die Galerie etwas lieblos gestaltet ist.