Deutschland

Kein Kommentar

Hier im schönen Süden, wo es die (einzig wahre!) weltgrößte Kuckucksuhr gibt, die weltgrößte Schwarzwälder Kirschtorte und die südlichste Straßenbahnhaltestelle Deutschlands - da muss man sich wirklich etwas einfallen lassen, um zwischen all den Superlativen aufzufallen. Bad Säckingen, sonst eher bekannt als Kurstadt - versuchte sich gestern an einem Weltrekord:

Ein mit Alufolie ausgelegtes Planschbecken diente als Grundlage für den Wurstsalat, Holzstäbe und Aluschalen bildeten das Gerüst des Giganten, der bei offenem Fenster gut gekühlt auf die große Schlacht am kalten Büfett wartete. (BZ)

Na juhu!

Yahoo ist zuversichtlich, was seine Zukunft angeht. “Heute nutzt die Hälfte aller Internetbesucher in Europa Yahoo.” meint Europa-Chef Rich Riley im Manager-Magazin. Glaubt er das wirklich? Okay, ich habe einen Flickr-Account, den ich kaum noch nutze. Und einen bei Yahoo-Pipes - den ich nie wirklich genutzt habe. Aber Yahoo als Suchmaschine oder gar Startseite? Braucht das jemand? Ich habe jedenfalls keine fünf Minuten Verweildauer gebraucht um ein vernichtendes Urteil zu fällen.

Das “neue” Yahoo also. Ein Portal mit Suchmaske und Mail-Account, wie es solche Seiten gibt, seit ich surfen kann. Viele dieser Portale hat es dahingerafft - andere blieben (dank kostenloser E-Mailfächer). Na gut - such ich doch mal wenigstens was: Ein Video! Die ersten 3 Ergebnis-Seiten liefern Treffer von “Vodpod” - hat man ja auch noch nie was von gehört. Vermutlich eins der vielen Partnerangebote, die Yahoo nun integrieren will: “Bisher haben wir alles allein gemacht. Jetzt haben wir uns geöffnet, um schneller mehr Angebote stemmen zu können. Eines Tages werden die Fremdentwickler die meiste Arbeit übernehmen. Noch aber haben wir eine Mischung aus eigenen und fremden Erfindungen”, so Riley.

Ein Holzweg. Denn niemand will eine individualisierte Website. Die Inhalte unserer liebsten Angebote hübsch übersichtlich aufbereiten? Das werden Smartphone-Apps und Browser-Plugins erledigen. Eine Webseite als “Einstiegstor fürs Internet” wird aber kaum noch jemand ständig besuchen. In den Screenshots der neuen Seite (die erst in 1-2 Wochen wirklich starten soll) werden die externen Module dann demnächst als “Tabs” eingeblendet und nebenan Bannerwerbung. Was solls bringen? Außer Werbefläche?

Und wem z.B. Google immer zu nackt war, kann schon eine ganze Weile mit ‘iGoogle‘ beliebige Internet-Module zusammenfrickeln - braucht zwar auch niemand, funktioniert aber mindestens genauso super. Das einzige, was man übrigens ohne Account bei Yahoo individualisieren kann, ist die Grundfarbe der Website - die den meisten Usern wohl herzlich egal sein dürfte.

Ansonsten besteht Yahoo-Deutschland leider nur aus Links und Widgets, wie man sie z.B. aus der unteren Sidebar von SpiegelOnline oder überall sonst kennt: Horoskope, Preisvergleiche, Reisen und Routenplaner und natürlich - das Wetter. Allgemeines, Nützliches - Brot und Butter. Nichts Wichtiges, nichts Interessantes. Alles glatt und gleich. Das “neue” Yahoo ist sicherlich gut gemeint - aber das ist eben das Gegenteil von gut.

Früher waren redaktionelle Webkataloge eine Konkurrenz für “echte” Suchmaschinen, die viele unpassende Ergebnisse lieferten. Das ist längst überwunden - spätestens, seit Google bereits beim Eintippen errät, wonach man sucht. Hätte man aber die Nutzer irgendwann einbezogen in die Kataloggestaltung - vielleicht wäre das ja was geworden. Aber das ‘Social Bookmarking’ haben dann andere erfunden (und an Google verkauft) und so ist der Web-Katalog endgültig gestorben, auch wenn ich ihn mir jetzt selbst aus Modulen zusammenklicken darf.

Na, ich drücke trotzdem die Daumen. Ist die Seite eigentlich wirklich so nackt, oder liegt das an meinem Werbeblocker?

Alle Jahre wieder

Schwarzwaldelch und Johann LaferDa mein Radiowecker leider nur SWR3 störungsfrei empfangen kann, werde ich seit geraumer Zeit von “Wirbitzky und Zeus” geweckt. Ich höre also täglich nur eine halbe Stunde SWR3 - und dennoch wird jeden Morgen um diese Zeit die große Grillsause mit Johann-Lafer angeteasert. Wie oft sonst noch auf dieses Radio-Event hingewiesen wird, kann ich nur vermuten.

Nur noch wenige Tage, dann ist es also soweit: Ganz Deutschland grillt mit Johann Lafer Honig-Senf-Lachs mit Wasabi-Gurken. Alles, was man dazu braucht (gerade mal 45 Produkte) hat vermutlich kaum jemand zu Hause - wie gut, dass Edeka diese Zutaten vorrätig hat.

Der erste Fernsehkoch der Nation - der Legende nach Erfinder des Toast Hawaii - scheiterte seinerzeit übrigens an derlei Cross-Promotion-Aktionen. Heute profitieren wohl alle davon.

Deutschlandtrend

Deutschlandtrend

Gestern in den Tagesthemen präsentierte uns Jörg Schönborn (Chefredakteur des WDR und Wortschöpfer der “Jamaika-Koalition”) eine hübsche Infografik - wie immer mit hochseriöser Mine: Über die Zufriedenheit der Deutschen mit der Arbeit von wichtigen Persönlichkeiten. Man stelle sich vor, man bekäme einen Anruf von Infratest Dimap, hallo, ja genau, man sei dieses berühmte Umfrageinstitut und ob man nicht Zeit habe für ein paar Fragen, es dauere auch bestimmt nicht lang und das mache ja ganz viel Spaß auch!

Und dann wird man allen Ernstes gefragt, wie zufrieden man mit der Arbeit des amerikanischen Präsidenten, unseres Bundespräsidenten und - der des Papstes ist. Vermutlich anhand irgendeiner Skala, sagen wir von 1-10. Und dabei denkt man sich vermutlich nicht mal was, weil man schon einen Haufen anderer dämlicher Fragen mit Zahlen auf einer Skala beantworten sollte. Und dann sagt man sowas wie: “Tja, vom Papst hört man zur Zeit ja nichts Gutes. Nee, bin ich eigentlich nicht so zufrieden mit! Dem geb ich jetzt mal ne 3-4!”

Ehrlich gab man in den Tagesthemen zu, dass man bisher nie nach der Papst(un)zufriedenheit gefragt und daher keine Vergleichszahlen vom letzten Mal habe. Trotzdem sei man unglaublich überrascht gewesen und besonders auch darüber, dass Horst Köhler noch vor Obama liegt! Ja, das ist in der Tat wahnsinnig überraschend! Aber auch kühn, diese Menschen, die eigentlich keinerlei Gemeinsamkeiten haben, nebeneinander in einem Diagramm zu vergleichen.

Ich persönlich empfände es als abwechslungsreich, wenn nicht immer nur nach der “Zufriedenheit” gefragt würde, sondern auch mal nach der “Zuversichtlichkeit”: Wie zuversichtlich sind Sie in Bezug auf Ihre Zukunft? Antworten Sie bitte auf einer Skala von 256 Graustufen!

Sommerloch Hitler-Post

Screenshot von spiegel-online

Na was der Spiegel kann, kann ich auch. (Hab ich auch schon). Mit dem alten Adi kann man ja immer gut provozieren. Neuerdings immer mehr auch in der Werbung (z.B. hier). Der Spiegel hypt jetzt gar schon Bilder aus Büchern, die erst im September erscheinen sollen mit Bildern von Bildern, die “so in einer Ausstellung aussehen könnten”. Oh ja. Erinnert entfernt an die “Wohnbeispiele” von Digitalkunst auf E-Bay:

Wohnbeispiel

Übrigens ist der Schöpfer dieses “Who is Who der Diktatoren” vor allem eines - Werbeprofi. Unter anderem hat er zu Kampagnen wie “Du bist Deutschland” beigetragen und hat auch ansonsten meist eher Auftragsarbeiten im Portfolio. Aber er macht auch lustige Sachen, der Herr Weishäupl - z.B. die beiden Plakate für Apollo Optik…

Lobby-PR bei Plusminus?

“Die hohe Förderung von Solarstrom belastet massiv die Verbraucher, sie nützt vor allem den Herstellern in Asien und sie bringt für den Klimaschutz auf absehbare Zeit überhaupt nichts.”

Diese Aussage ist das Fazit eines ansonsten so seriösen Verbrauchermagazins, das über Skandale informieren soll. Wäre es nicht ein Skandal, wenn es sich dabei statt guter Recherche um einen untergeschobenen PR-Beitrag durch irgendeine Lobby handelte? Die seltsam widersprüchliche Argumentation deutet jedenfalls stark darauf hin:

1. Die hinterhältigen Asiaten

Das erste Argument gegen die Solaranlagen ist, dass sie vorwiegend aus Asien kommen. Einerseits stammen “…mehr als 60% aller in Deutschland verbauten Module aus Asien” - auf der nächsten Grafik erfahren wir dann aber, dass Deutschland sowieso nur 21% der Module fertigt.

Screenshot von Plusminus

Die hier produzierten Module reichen also für den heimischen Markt gar nicht aus, da hier “mehr als die Hälfte” aller Module installiert werden. Ja, woher sollen wir sie denn sonst nehmen? Es wird der Eindruck erweckt, “die Asiaten” wollten bei uns zum einen Arbeitsplätze vernichten und kassierten zusätzlich eine europäische Förderprämie ab. Warum asiatische Module schlechter sein sollen als deutsche, wird nicht weiter begründet.

2. Der geschröpfte Steuerzahler

“Allein die bis 2007 installierten Module belasten die Stromkunden in den nächsten 20 Jahren mit 26,5 Milliarden Euro.”

Ich wüsste zu gerne, was z.B. Atom- oder Kohlekraftwerke den Steuerzahler langfristig kosten? Es ist sicher nicht sooo billig, verstrahlten Müll tausende von Jahren in Salzminen ausfzuschichten.

In der Tat verteuert das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für den Durchschnittsverbraucher den Strom um etwa 2,5 %. Mit diesem Geld werden also Solaranlagen subventioniert, die sich nach etwa 4 Jahren tragen und sich gut 25 Jahre betreiben lassen. Aber was macht das aus im Vergleich zu den momentan üblichen krassen Preiserhöhungen der großen Stromkonzerne? Die möchten natürlich gerne verhindern, dass etwa durch massenhaft privat installierte Photovoltaik-Anlagen ein dezentrales Netz entsteht.

Jedenfalls sorgt “die seit dem 1. Januar 2004 gültige gesetzliche Regelung für die Vergütung von Strom aus Photovoltaikanlagen nach Auffassung der Solar-Verbände dafür, dass sich der Betrieb von Solarstromanlagen in Zukunft rechnet. Auf der Grundlage der neuen Regelung erwartet die Industrie auch künftig Wachstumsraten von jährlich 25 Prozent*.”

3. Solarzellen und Emissionsrechte

“Und dann gibt es da noch eine Frage: Was trägt die massiv geförderte Solarstrombranche eigentlich zum beabsichtigten Klimaschutz bei? Die verblüffende Antwort: Derzeit rein gar nichts! (…) Wie kann das sein? Solaranlagen produzieren doch sogenannten sauberen Strom, weithin frei von C02. Das ist unbestritten. Und trotzdem wird der C02-Ausstoß dadurch nicht sinken. Der Grund: Die Europäische Union legt seit Jahren für die Stromkonzerne verbindlich fest, wie viel C02 sie ausstoßen dürfen. In der Zeit von 2008 bis 2012 liegt diese Obergrenze bei 453 Millionen Tonnen C02 pro Jahr. Die Unternehmen bekommen jedes Jahr sogenannte Zertifikate, teils zugeteilt, teils müssen sie ersteigert werden.” (…) Daraus ergibt sich für den Autoren die Schlussfolgerung: “Die Emission wird nicht tatsächlich eingespart, sondern nur verlagert.”

Das ist natürlich Blödsinn! Die vereinbarte Obergrenze von 453 Mio Tonnen ist gerade das Einsparziel und kann zukünftig schrittweise gesenkt werden. Das setzt noch nicht ganz die Auflagen des Kyoto-Protokolls um, aber immerhin! Das ist doch der Fortschritt! Bisher konnte der ganze Dreck unbekümmert verblasen werden - und inzwischen ist die Ausstoß-Menge innerhalb Europas begrenzt und es wird richtig teuer, ein Dreckschwein zu sein. Wobei die “Dreckschweine” zur Zeit ein gewisses Kontingent in Form von Zertifikaten geschenkt bekommen.

Dass ein Energie-Unternehmen, das keinen oder weniger Dreck produziert, davon profitiert - ist doch wundervoll! Und wer bekommt die Emissionsrechte bei privaten Photovoltaik-Anlagen und kann sie gewinnbringend versteigern? Die Anlagenbetreiber - also theoretisch auch ich und du!

Wollen wir also hoffen, dass zukünftig gar keine Emissionsrechte mehr kostenlos zugeteilt werden, sondern alle ersteigert werden müssen. Das würde den Markt noch mehr beleben - und die Energie müsste nicht einmal teurer werden*.

Quellen:

Wieviele Bohnen sind in diesem Glas?

Gerade läuft “Die Weisheit der Vielen” auf RTL und ich habe mich nur dazu verleiten lassen, weil der Schriftzug so vielversprechend an das Logo der Wikipedia erinnert. Leider ist die Show etwa so spannend, wie bei der Sparkasse Pfennigstücke in Gurkengläsern abzuschätzen - ich sehe schon neue Spiele auf 9Live vor mir: “Was wiegt die Kuh?”. Die sind sicher ganz neidisch auf die traumhaften Anruferzahlen - eine Million Ö könnten da heute allein durch die Anrufer zusammen kommen.

“Leuchtturmprojekt” FragFINN.de

“Mit dem Portal fragFINN.de ist der erste geschützte Internet-Zugang für Kinder in Deutschland gestartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schaltete am Donnerstag in Berlin die Webseite frei (Anm.: mit so einem lustigen Buzzer), die Zugang zu ausschließlich kindgerechten Angeboten bietet.”

Naja, auf den ersten Blick handelt es sich um eine dürftige Zusammenstellung von Seiten, die man mit etwas Fantasie auch noch selber gefunden hätte: Löwenzahn, die Sendung mit der Maus usw.

Das eigentlich Innovative soll wohl dieser “geschütze Surfraum sein“: Mittels Toolbar für den InternetExplorer können sich die Kinder nur auf den Seiten einer redaktionell erstellten Whitelist bewegen - für den Firefox soll sich die OpenSource-Gemeinde wohl selber was zusammenbasteln. Gut vorstellbar, dass der Sponsor Microsoft da seine Finger im Spiel hat. Kleiner Trost: So eine Tooblar kann sich jeder ganz leicht selber basteln. “Nach wenigen Klicks ist eine Toolbar für Internet Explorer und Firefox fertig, ganz ohne Programmierkenntnisse.”

Aber gut, was wirklich zählt ist, wieviele wertvolle Inhalte angeboten werden. Laut eigenen Angaben sind schon ganze 35 (!) “gute Internetadressen für Kinder” auf der Liste. Mich würde brennend interessieren, ob man nach Aktivierung dieser Toolbar noch die Sponsorenlinks wie Google oder Lycos anklicken kann… Und was ist mit den Links, die von den ‘guten‘ Seiten aus weiterführen? Ist dann da Ende Gelände?

Natürlich gibt es längst z.T. ehrenamtliche Angebote oder solche von öffentlich-rechtlichen Sendern, die genau das leisten, also einen gut gepflegten Webkatalog speziell für Kinder oder moderierte Chat-Räume. (Selbst bietet die Seite so etwas gar nicht an, sondern verweist nur auf bestehende Möglichkeiten). Blindekuh ist z.B. eine empfehlenswerte Suchmaschine speziell für Kinder und die gibt’s schon seit 10 Jahren!

Millionen von Frau Merkel

Aber ein pseudoneues Projekt reicht noch nicht: 1,5 Millionen mag man für weitere Kinderseiten ausgeben:

“Aus dem Fördertopf werden Zuschüsse für neue Projekte bezahlt. Kosten für den Unterhalt und die Pflege eines Internetangebotes können für höchstens 3 Jahre veranschlagt werden. Für besonders herausragende Vorhaben können Ausnahmen zugelassen werden. Es können Zuschüsse bis zu 200.000 Euro bewilligt werden. Ein förderungsfähiges Internetangebot darf in den ersten 12 Monaten des Förderzeitraums grundsätzlich nicht kommerziell verwertet werden.”

Das bedeutet, jeder kann jetzt also eine lustige Kinderseite produzieren, Fördergelder dafür absahnen und, wenns gut läuft, nach einem Jahr alles mit Werbung vollmatschen oder verkaufen. Kinder sind schließlich eine Supi-Zielgruppe.

Apropos Kommerz: Das ist für FragFinn.de gar kein Kriterium, Seiten wie “Barbie” oder “Toggolino” vom Privatsender SuperRTL werden bedenkenlos empfohlen. Und natürlich möchte in der Fußzeile jeder der vielen tollen Sponsoren genannt und verlinkt werden.

Warum ausgerechnet Google selbst keine “Kindersuche” anbietet, finde ich seltsam. Vielleicht mag man nichts garantieren? Für die Eltern gilt übrigens trotz allem die Aufsichtspflicht. Das ist auch garantiert sicher.

Bio T-Shirts

Gestern bei Polylux ging es in einem Beitrag darum, dass es immer mehr reiche Leute schick finden, Luxusartikel in umwelt- und menschenfreundlicher Qualität zu kaufen. Motto: Schau mal, wie nobel ich bin! Najaa - Genaugenommen werden vor allem Massenwaren unter menschenverachtenden Bedingungen hergestellt - aber es ist schön, dass auch salatölbetriebene Stretchlimousinen schon bald salonfähig werden.

Nun, seitdem sich auch Hartz4-Empfänger Bio-Joghurt leisten können, war es nur eine Frage der Zeit, bis das Phänomen auch auf andere Produkte übergeht. Erschwinglich sind bereits T-Shirts aus Bio-Baumwolle, die zu fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden. Trigema - wir erinnern uns an den scheußlichen aber beliebten Werbespot mit dem lustigen Affen - “produziert ausschließlich in Deutschland” und man braucht kein schlechtes Gewissen zu haben, dass die neuen Klamotten in DDT getränkt und dann von hustenden Kindern mit blutenden Fingerchen zusammengenäht wurden. Auch American Apparel ist keine Nobelmarke, die Preise sind erstaunlich niedrig (oder die Preise der Textil-Discounter erstaunlich hoch).

Ganz scheinheilig möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass auch in meinem Shop Bio-Thirts zu wohlfeilen Preisen angeboten werden…

Kürbis-Regatta

Kürbis-Regatta

Ein neuer sportiver Trend in Europa ist eindeutig die Kürbis-Regatta, die inzwischen in der Ukraine, Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgetragen wird. Dafür werden Riesenkürbisse ausgehöhlt, zu Wasser gelassen und dann muss man mit einem Paddel relativ geschickt sein, sonst kippt man gleich damit um. Hübsche Bilder davon bietet Retti.ch.

Überhaupt scheinen Events mit Gemüse immer weiter auf Erfolgskurs zu sein: Einmal im Jahr, am letzten Mittwoch im August, feiern die Bewohner von Buñol (ein kleines Kaff in Valencia) nach alter Tradition die „Tomatina“.

Der Legende nach geht das Fest auf die Zeit General Francos zurück: ein politischer Streit unter Nachbarn endete in einem Kampf mit den in sozialistischem Rot gefärbten Früchten - und das ausgerechnet im Hungerjahr 1944.

Tomatina

Ich frage mich ja eher, wie die ihr Dörfchen wieder sauber kriegen. Nachher schrubben die noch, während woanders schon wieder gefeiert wird *wuhaha*. Nein - mit Essen spielt man nicht!
An dieser Stelle möchte ich gerne einen meiner nie gesehenen Lieblingsfilme empfehlen, der angeblich der schlechteste Film überhaupt sein soll.

Angriff der Killertomaten