Weird

Kein Kommentar

Hier im schönen Süden, wo es die (einzig wahre!) weltgrößte Kuckucksuhr gibt, die weltgrößte Schwarzwälder Kirschtorte und die südlichste Straßenbahnhaltestelle Deutschlands - da muss man sich wirklich etwas einfallen lassen, um zwischen all den Superlativen aufzufallen. Bad Säckingen, sonst eher bekannt als Kurstadt - versuchte sich gestern an einem Weltrekord:

Ein mit Alufolie ausgelegtes Planschbecken diente als Grundlage für den Wurstsalat, Holzstäbe und Aluschalen bildeten das Gerüst des Giganten, der bei offenem Fenster gut gekühlt auf die große Schlacht am kalten Büfett wartete. (BZ)

Lebensmittelattrappen 4

Es gibt viele neue schöne Leckereien aus alten Kochbüchern. Schließlich ist bald Weihnachten und da hat man auch besseres zu tun, als stundenlang in der Küche zu schuften… Toast Hawaii? Ebenso exotisch und doch mal ganz anders: Peach-SPAM Fiesta: Dazu einfach Dosenfleisch halbieren, mit süßem, fertig gewürzten Dosenkartoffelbrei bestreichen, die obere Hälfte auflegen, mit Senf-Sirup und Dosenpfirsisch garnieren - und dann für eine gute halbe Stunde in die heiße Bratröhre damit. Köstlich! Da lacht die Hausfrau - auch wenn ich nicht wüsste, wo man hierzulande süßen Dosenkartoffelbrei bekommt.

Flickr Pools:

Psychedelic

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Halloween-Post

Halloween. Ein geeigneter Aufhänger für einen Post über den Web-Klassiker schlechthin Rotten.com - oder? 1996 startete dieses makabre Internet-Projekt und ich muss gestehen, dass ich bestimmt schon 10 Jahre nicht mehr drauf war. Erfrischend finde ich aber, dass sich am Aufbau und Design der Seite gar nichts verändert hat, auch wenn sich das Angebot schrittweise stark ausgeweihdtet hat.

Als Ziel geben die Macher an „eine unvergessliche Sammlung von all jenem zusammenzutragen, was sich die Menschheit zu vergessen geschworen hatte“. Von schrecklichen Autopsie-Bildern bis hin zum jüngsten „Rate my Poo“. Dort können User Bilder ihrer eigenen Exkremente hochladen und die der anderen bewerten - eine ironische Anspielung auf das web2.0.

Eine weitere von rotten.com gegründete Seite ist „Sports Dignity“, eine Bildergalerie aus der Welt des Sports. Hier können Sportler betrachtet werden, die ihre Genitalien entblößen, der Kamera den Finger zeigen oder sich sehenswerte Verletzungen zugezogen haben.

Seit November 2003 gibt es den „Rotten Dead Pool“. Hierbei handelt es sich um ein Spiel, bei dem jeder Spieler zehn Personen nennen muss, von denen er glaubt, dass sie im Verlauf der nächsten 12 Monate sterben werden. Für jeden richtigen Tipp bekommt der Spieler einen Punkt - es sei denn, die Person war zum Zeitpunkt der Auswahl bereits zum Tode verurteilt worden, oder der Spieler selbst hat sie umgebracht!

Am 4. Oktober 2001 verfügte die Bezirksregierung Düsseldorf übrigens, dass auf Grundlage des Mediendienste-Staatsvertrags von 1997 Access-Provider in Deutschland den Zugang zu der Seite verhindern müssten. Nach Protesten wurde rotten.com aber von der Sperrverfügung ausgenommen. Ebenfalls filtern einige Suchmaschinen wie Google Deutschland teilweise Ergebnisse heraus, die auf rotten.com weisen. Kritiker werfen der Düsseldorfer Landesregierung vor, auf diese Weise Zensur zu betreiben. (wikipedia)

Ob ich mir jetzt Sorgen machen muss? Jedenfalls trotzt die Seite allen Schmähungen und hat bis heute überlebt. 8000 Leute besuchen täglich die Seite, Tendenz: rückläufig. Eigentlich nicht viel für eine derart bekannte Seite, sollte man meinen. Dennoch: Wer sich mal wieder kräftig gruseln und ekeln möchte und die ganze schreckliche Wahrheit ertragen kann - bekommt nirgendwo sonst hochwertigeres Material.

Diese Woche

Könnte man fast jede Woche posten, das Cover vom Edeka-Blättchen “diese woche“. Krönt meist ein fieses Photoshop-Disaster (!!!) - entdecken Sie diesmal: Surreale Proportionen, verkrüppelte Zeigefinger und die spannende Frage, ob jemand wirklich so krass grinsen kann - oder womöglich die ganze obere Zahnreihe montiert ist? Außerdem scheint es Gesetz zu sein, dass Bier in Werbeanzeigen selten durchsichtig ist.

Luftballons

Ich weiß nicht, wie ich meinen Luftballon-Fetisch offen ausleben kann. Ich kaufe liebend gerne eine Jumbo-Packung Luftballons, setze mich in meine Badezimmer, puste sie auf und befülle dann damit meine Badewanne. Bisher habe ich noch nie mit jemandem darüber gesprochen. Was insofern schade und traurig ist, dass sich meine momentanen sexuellen Aktivitäten lediglich auf die Selbstbefriedigung in meiner mit Luftballons gefüllten Wanne beschränkt. Gibt es hier irgendjemanden, der auch einen Luftballon-Fetisch hat oder mir in irgendeiner Form eventuell weiterhelfen kann? Ich will mich nicht mehr für das schämen, was ich geil finde.

Nein, das musst du auch nicht! Luftballons Aufpusten ist ein so harmloses Vergnügen, es wäre sehr gemein, wenn man dich deswegen auslacht. Ein bisschen Luftballon-Fetischismus steckt wohl in jedem von uns, möchte ich behaupten!

Erinnern wir uns zurück an den ein oder anderen Kindergeburtstag oder eine Faschingsveranstaltung, als man mit einer Riesenfreude ganze Trauben von Luftballons zerstört hat - da kann man die Faszination schon nachvollziehen. Nur, weil man erwachsen ist, sollte man auf solch kindliche Freuden nicht verzichten, finde ich. Wir hören ja auch nicht ab einem gewissen Alter auf, Eiscreme zu essen. Und die Aktion, einmal 700 Luftballons in der Wohnung zu haben, stelle ich mir auch ungemein reizvoll vor.

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Als “Looner” bezeichnet man also eine Person, die von den spezifischen Eigenschaften eines Ballons, (Material, Form, Farbe, Geruch, Geräusche) erregt wird. Das “Loonen” als Variante des Gummi-Fetisch ist ein noch relativ unbekannter Fetisch, der feststellbar überwiegend von Männern ausgeübt wird. Die Ausdehnung, Spannung, der Druck sowie das Platzen eines Luftballons stellen für manche “Looner” die Symbole sexueller Erregung dar.

Viele Looner leben ihren Fetisch alleine aus - unter anderem wegen der Knallgeräusche. Viele entwicklen eine regelrechte Sammelleidenschaft, wobei eine deutliche Tendenz so großen Ballons oder speziellen Werbeballons zu erkennen ist.

Ein Vergnügen entsteht bereits durch das Aufblasen mit dem Mund. Die runden, prallen und weichen Formen können Assoziationen zu frühkindlichen Erlebnissen herstellen. Ein anderes ist das Zerplatzenlassen. Darin scheiden sich dann auch die Geister innerhalb der (Internet-)Community:

    Nonpopper haben oft Angst vor dem Knall eines Luftballons und lassen ihn deshalb nicht platzen. Die sogenannte Ligyrophobie ist aber ein Thema für sich… Ihre Erregung beziehen die Nonpopper in erster Linie aus dem körperlichen Kontakt zu aufgeblasenen Ballons. Reizvoll ist auch der lange Ballonhals, der sich bei Bewegungen jeweils mitdehnt und verkürzt.

    Bei Poppern steht der laute Knall eines Ballons, also dessen Zerstörung im Vordergrund. Für jede erdenkliche Zerstörungsmethode gibt es unterschiedliche Liebhaber.

    Semipopper sind auf keine der Varianten festgelegt. Es gibt auch “passive” Popper, die es erregend finden anderen beim Aufblasen und Knallen von Luftballons zuzuschauen. Zum Teil sind auch Crossover-Fetische wie Kombinationen mit Fußfetisch, Schuhe, Stiefel, Nylon, Lycra, Gummi, Zigaretten etc. zu beobachten. Wieder andere mögen das Gefühl der Bewegungsunfähigkeit wollen gleich selbst zu einer Art Ballon werden:

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Ein gewisser Pumpadude hat uns eine ansehnliche Sammlung von Cartoon-Videos zusammengesucht, in denen Comicfiguren samt Outfit aufgepustet werden. Vielen Dank auch dafür!

Wussten Sie schon?

Wussten Sie schon?

Danke, Frank!

Alle Jahre wieder

Schwarzwaldelch und Johann LaferDa mein Radiowecker leider nur SWR3 störungsfrei empfangen kann, werde ich seit geraumer Zeit von “Wirbitzky und Zeus” geweckt. Ich höre also täglich nur eine halbe Stunde SWR3 - und dennoch wird jeden Morgen um diese Zeit die große Grillsause mit Johann-Lafer angeteasert. Wie oft sonst noch auf dieses Radio-Event hingewiesen wird, kann ich nur vermuten.

Nur noch wenige Tage, dann ist es also soweit: Ganz Deutschland grillt mit Johann Lafer Honig-Senf-Lachs mit Wasabi-Gurken. Alles, was man dazu braucht (gerade mal 45 Produkte) hat vermutlich kaum jemand zu Hause - wie gut, dass Edeka diese Zutaten vorrätig hat.

Der erste Fernsehkoch der Nation - der Legende nach Erfinder des Toast Hawaii - scheiterte seinerzeit übrigens an derlei Cross-Promotion-Aktionen. Heute profitieren wohl alle davon.

Neues von den ORBs

Orbs als ungebetene Gäste bei einer fröhlichen Geburtstagsparty

Auch wenn es eine absolut simple und auch einleuchtende Erklärung dafür gibt, wie die “Orbs” auf digitale Blitzlichtfotos gelangen, ist es fantastisch, was der ein odere andere für eine Erklärung dafür parat hat:

…die einen sagen, es sind Urahnen, Urgeister, Erdgeister, Elementarwesen, die anderen nennen es reisende Außerirdische, Wesen aus Paralleldimensionen oder verstorbene “Spirits”, die zu sehr an ihrem Begierdekörper hängen und daher in Form eines Orbs ihr Dasein verrichten müssen oder bewußt den Weg in höhere Sphären verweigern und somit einer psychotischen Persönlichkeit ähneln, weil sie ihre Besessenheit nicht in den Griff bekommen. (…) Abgesehen davon sagen manche sie seien so etwas wie die Aufzeichnungsrekorder für die Akasha Chroniken…

Ja, wer weiß? Ich finde, man muss sich da auch gar nicht festlegen. Bin sehr gespannt, ob in dem Buch (hey, ich will auch so einen eigenen Amazon-Shop), das auf dieser Seite beworben wird, auch einfach munter drauflosbehauptet wird:

Zwar gibt es immer noch Menschen, die die Meinung vertreten, dass diese Lichtkugel aufgrund von Verschmutzungen der Linse oder Staub- und Dreckpartikel in der Luft auftreten, doch dies ist nicht konform mit der Erkenntnis von Wissenschaftlern: Es steht fest, dass es sich nicht um Partikel in der Luft noch irgendwelchen Lichtquellen der Kamera (wie z.B. der Blitz) handelt. Zwar sind sich nicht alle Wissenschaftler einig, was genau diese Phenomene auslösen, doch dass es sich um eine ausserhalb der Kamera befindlichen Lichtquelle handelt, sind sie sich einig.

Fake Orbs

Ich selber kann manchmal übrigens ORBs auch ganz ohne Digitalkamera wahrnehmen! Nämlich dann, wenn ich in die Sonne gucke und zufällig gerade eine Bakterie oder so unter meiner Kontaktlinse entlang schwimmt. Meistens bedeutet das auch, dass ich dringend mal wieder die Monatslinsen wechseln sollte…

Nichtsdestotrotz habe ich aus vielen hübschen ORB-Fotos ein Stempel-Set für den GIMP zusammengestellt, das es jedem ermöglicht, aus langweiligen Blitzlichtfotos mit wenigen Klicks mysteriöse Erscheinungen zu zaubern - sogar ganz ohne Staub!

Bilder-Suchtipp: orbs with faces

Die Maggi-Kuh

Maggi-Kuh

Neulich träumte ich ernsthaft von einer “Maggi-Kuh”, von der ich dringend eine schlechte Montage basteln musste. Durch einen Werbespot von “Knorr Vie” wurde dieses seltsame Bild wieder in mein Bewusstsein gespült: Kann ein Tütensuppenhersteller denn wirklich glaubhaft etwas Gesundes - beispielsweise einen Smoothie verkaufen? Selbst in den USA, dem Herkunftsland des Smoothie, schmeißt man einfach ein paar frische Sachen in einen Mixer und kaum jemand käme auf die Idee, das als Fertigprodukt zu kaufen. Wünschenswert wäre schon eher, dass man hierzulande gefrorenes Orangensaftkonzentrat für den Privathaushalt kaufen kann! Ist doch viel sinnvoller, als das Zeug bereits mit Wasser verdünnt in Tetrapaks Heim zu schleppen. Der Smoothie aus der Plastikflasche jedenfalls stellt das genaue Gegenteil dieser Idee dar.

(Original-Kuh von stevoarnold)