Modernes Leben

Kein Kommentar

Hier im schönen Süden, wo es die (einzig wahre!) weltgrößte Kuckucksuhr gibt, die weltgrößte Schwarzwälder Kirschtorte und die südlichste Straßenbahnhaltestelle Deutschlands - da muss man sich wirklich etwas einfallen lassen, um zwischen all den Superlativen aufzufallen. Bad Säckingen, sonst eher bekannt als Kurstadt - versuchte sich gestern an einem Weltrekord:

Ein mit Alufolie ausgelegtes Planschbecken diente als Grundlage für den Wurstsalat, Holzstäbe und Aluschalen bildeten das Gerüst des Giganten, der bei offenem Fenster gut gekühlt auf die große Schlacht am kalten Büfett wartete. (BZ)

1-Euro-Schuh, die Zweite

Der 1-Euro-Schuh. Das lässt mich gar nicht mehr los. Vielleicht liegt das auch daran, dass zur Zeit eine Menge rührseliger Reklame läuft, in der sich Firmen mit “Spendenaktionen” selbstbeweihräuchern. Beim Windelkauf was Gutes für die armen kranken Kinder tun, Bier trinken für den Regenwald - überall wird uns suggerriert, dass wir mit unserem Konsumverhalten irgendetwas bewirken könnten. Dieser Illusionen kann man sich schön auf ende-der-maerchenstunde.de berauben lassen.

Aber gut, wir bleiben bei den Turnschuhen. Unfassbar unpassender Trackback-Spam erreichte mich heute, untermalt von viel passender Online-Schuhwerbung:

Wie der Adidas Schuh aussehen soll, ist noch nicht klar. Außerdem wisse man noch nicht, ob er überhaupt die bekannten drei Streifen bekommen wird. (…) Denn auch in der Dritten Welt soll man mit (schönen) Schuhen laufen können. Wenn das mal keine nette Geste ist.

Eine nette Geste??? Und warum sollen da keine 3 Streifen drauf? Schämen sich dann die Leute, die sich die teuren Latschen leisten können, wenn die Armen auch damit rumlaufen? Aus Marketing-Sicht natürlich eine nachvollziehbare Entscheidung: Die Käufer könnten sich auch fragen, warum ausgerechnet sie mehr ausgeben sollten.

Die Herstellung des preiswerten Schuhs sei im Rahmen eines sogenannten Social-Business-Projekts geplant, bei dem der Preis eines Produkts gerade die Material- und Herstellungskosten decke. (stammt aus einer DPA-Meldung, die von diversen Online-Zeitungsausgaben, z.B. auch von Bild-Online unverändert übernommen wurde)

Kannste dir die Gewinnspanne ausrechnen, die man macht, wenn man die Material- und Herstellungskosten mal von üblichen Turnschuhpreisen abzieht.

Da drängen sich doch aber Fragen auf wie: Warum wird denn so extrem an Material- und Herstellungskosten gespart, wenn sie doch so niedrig sind im Vergleich zum Ladenpreis? Warum wird die mühevolle Arbeit der Leute nicht anerkannt? (was bin ich manchmal süß naiv…) Nein, da stellen wir lieber keine weiteren Fragen. Im Gegenteil. Spiegel-Online teasert in einer aberwitzigen Sinnfigur:

Bislang verdiente Adidas viel Geld mit Turnschuhen, die in Billiglohnländern produziert wurden. Jetzt wollen die Herzogenauracher sich revanchieren: Mit einem extra-günstigen Sportschuh für die Dritte Welt.

… und fährt dann mit besagter DPA-Meldung fort. Kann man schön dran erkennen, wie gut die gemeinte Message bei den Redakteuren angekommen ist.

Halloween-Post

Halloween. Ein geeigneter Aufhänger für einen Post über den Web-Klassiker schlechthin Rotten.com - oder? 1996 startete dieses makabre Internet-Projekt und ich muss gestehen, dass ich bestimmt schon 10 Jahre nicht mehr drauf war. Erfrischend finde ich aber, dass sich am Aufbau und Design der Seite gar nichts verändert hat, auch wenn sich das Angebot schrittweise stark ausgeweihdtet hat.

Als Ziel geben die Macher an „eine unvergessliche Sammlung von all jenem zusammenzutragen, was sich die Menschheit zu vergessen geschworen hatte“. Von schrecklichen Autopsie-Bildern bis hin zum jüngsten „Rate my Poo“. Dort können User Bilder ihrer eigenen Exkremente hochladen und die der anderen bewerten - eine ironische Anspielung auf das web2.0.

Eine weitere von rotten.com gegründete Seite ist „Sports Dignity“, eine Bildergalerie aus der Welt des Sports. Hier können Sportler betrachtet werden, die ihre Genitalien entblößen, der Kamera den Finger zeigen oder sich sehenswerte Verletzungen zugezogen haben.

Seit November 2003 gibt es den „Rotten Dead Pool“. Hierbei handelt es sich um ein Spiel, bei dem jeder Spieler zehn Personen nennen muss, von denen er glaubt, dass sie im Verlauf der nächsten 12 Monate sterben werden. Für jeden richtigen Tipp bekommt der Spieler einen Punkt - es sei denn, die Person war zum Zeitpunkt der Auswahl bereits zum Tode verurteilt worden, oder der Spieler selbst hat sie umgebracht!

Am 4. Oktober 2001 verfügte die Bezirksregierung Düsseldorf übrigens, dass auf Grundlage des Mediendienste-Staatsvertrags von 1997 Access-Provider in Deutschland den Zugang zu der Seite verhindern müssten. Nach Protesten wurde rotten.com aber von der Sperrverfügung ausgenommen. Ebenfalls filtern einige Suchmaschinen wie Google Deutschland teilweise Ergebnisse heraus, die auf rotten.com weisen. Kritiker werfen der Düsseldorfer Landesregierung vor, auf diese Weise Zensur zu betreiben. (wikipedia)

Ob ich mir jetzt Sorgen machen muss? Jedenfalls trotzt die Seite allen Schmähungen und hat bis heute überlebt. 8000 Leute besuchen täglich die Seite, Tendenz: rückläufig. Eigentlich nicht viel für eine derart bekannte Seite, sollte man meinen. Dennoch: Wer sich mal wieder kräftig gruseln und ekeln möchte und die ganze schreckliche Wahrheit ertragen kann - bekommt nirgendwo sonst hochwertigeres Material.

Liebe Kinder,

via Unter9tupfing

Wahlempfehlung

Das Internet spielt im deutschen Wahlkampf eine ganz andere Rolle, als die herkömmlichen Medien das prophezeit haben. Keine obama-mäßige Aktivierung von Mithelfern. Zwar twittert inzwischen fast jeder Provinzpolitiker auf seinem eigenen Blog - aber wer liest das? Die wöchtentliche Video-Botschaft der Kanzlerin schauen sich wohl nur öffentlich-rechtliche Redakteure an.

Die haben sich allerdings wirklich Mühe gegeben - so gibt es neben dem klassischen “Wahl-O-Mat” und Abgeordnetenwatch dieses Jahr tolle weitere Angebote. Der Youtube-Channel vom ZDF und deren Parlameter sind gut gemachte Projekte. Aber auch ein bisschen Augenwischerei - ein “Open Reichstag” ist das noch lange nicht, wenn Politiker bei Maybrit Illner mit Youtube-Videos konfrontiert werden.

Letztlich betrachten die Parteien (aber auch die meisten Redaktionen) das Internet doch nur als zusätzliche Plakatwand für ihre Floskeln. Als Methode zur aktiven Beteiligung an der Parteipolitik oder zur Mobilisierung wird das Netz hierzlande kaum genutzt - und völlig unterschätzt.

Denn neben dem profanen “Wahlkampf 2.0″ (gähn) tut sich etwas noch viel Spannenderes: Warum sollte man das Abstimmungsverhalten “seiner” Abgeordneten verfolgen - wenn man auch gleich selbst politisch aktiv werden kann? Die modernen Bürger nehmen die Möglichkeiten von Online-Petitionen in Anspruch, organisieren im Netz Demonstrationen - und gründeten jüngst eine echte Open-Source-Partei, die weit mehr Potenzial hat, als sich “nur” für Datenschutz und gegen verschärfte Copyright-Bestimmungen einzusetzen. Gerne missversteht man die “Piraten” als Software- bzw. Musik-Piraten, die nur wollen, dass man in Zukunft alles ungestraft für umsonst runterladen darf.

Wenn die Piratenpartei es diesen Herbst aber tatsächlich in den Bundestag schaffen sollte, wäre das eine Revolution. Denn eines der Ziele ist ein “transparenter Staat” statt “gläserner Bürger”. Sie wollen nicht nur kostenlosen Zugang zu freiem Wissen - sondern auch, dass wir alle nachvollziehen können, was in unserem Staat abläuft. Informationen, die momentan nur zähe Journalisten den Ämtern aus der Nase ziehen, soll jeder auf Anfrage bekommen können.

Das Parteiprogramm ist über einen “Wiki” entstanden, d.h. in einem öffentlichen und transparenten Vorgang. Nun ist auch die Wikipedia ein völlig unterschätztes Internet-Organ. Wie selbstverständlich schlagen wir dort alles nach - und vergessen dabei sehr gerne, dass dieser unschätzbar wertvolle Fundus nur durch die fleißige und gemeinnützige Arbeit von vielen einzelnen Privatpersonen zustande kommt. Warum sollte Politik nicht auch so funktionieren können? Und genauso selbstverständlich?

Gibt es schon bald echte e-Demokratie?

In der “Zeit” gab es diese Woche ein “Dossier” zum Thema. Da verglich man Parteien mit Fußballvereien - denen ja beiden die Mitglieder davonliefen. Die Leute meldeten sich heute lieber im Fitnessstudio an, woraus man schlussfolgert, dass die Leute lieber individuelle Ziele verfolgen, als sich in einem “Verein” zu organisieren. Aber kann man die Open-Source-Idee der Piratenpartei mit einem Fitnessstudio in einen Topf werfen? Ich denke - nein! So ein Wiki ist doch viel hypervereinsmäßiger, als man das gemeinhin wahrnimmt. Muss man nur mal die Diskussions-Seiten aufrufen.

Und es spricht ja auch nichts dagegen, sich mit seinem lokalen Netzwerk zu treffen - auf ein Bier beim Stammtisch, beim Grillen oder so.

Hype-Museum: Zorbing

Nivea Silverprotect Zorbing

In doppelwandigen, durchsichtigen PVC-Bällen durch Landschaften mit Gefälle rollen - so stellte man sich Mitte der 90er Jahre den Höhepunkt der Extremsportarten-Welle vor. Die mobile Gummizelle hat sich aber nicht durchgesetzt, vor allem wahrscheinlich, weil man sich darin kaum willkürlich bewegen kann.

Grüner Schleim ist eine beliebte Strafe im KinderprogrammZuletzt gesichtet: “Nivea for men” sponsert die neue Pro7-Show “Wipe Out” mit mehreren Zorbonauten, die actionreich durch urbanes Gefilde rocken und dabei kein bisschen transpirieren. Das Konzept der Spielshow erinnert stark an “Takeshi’s Castle”, das vor 10 Jahren (und damals auch schon mit 10 Jahren Zeitverzögerung) von DSF aus dem japanischen Fernsehen importiert wurde: Da Menschen naturgemäß am liebsten über ausrutschende und besudelte andere Menschen lachen, wird aus viel Schaumgummi und kaltem Wasser eine künstliche Situation geschaffen, die möglichst oft genau darauf hinausläuft.

Ist so ein Parcours erst einmal aufgebautblasen, lassen sich lustige Aufnahmen am Fließband produzieren - ähnlich wie Erinnerungsfotos, die in Wildwasserbahnen auf Extrempunkten der Bahnkurven automatisch geschossen werden. Billiger kommt man nicht mal an alte kanadische Homevideos. (Aber beide müssen noch mit Cartoon-Geräuschen untermalt und “witzigen Sprüchen” verziert werden.)

Dass man sich in Zorbs nicht so elegant fortbewegen kann, wie etwa mit einem Rhönrad, hätte man auch neulich in MTV’s “Kenny vs. Spenny” sehen können: Nur, dass dort zur Bestrafung noch ein Hundehaufen zusätzlich in die Kugel gelegt wurde. Das eröhte die Schadenfreude ganz ungemein.

Schöner Spammen

Juhu, ich habe einen neuen Hörer auf Blip.fm - johnnysmooth! Vermutlich, weil ich einen Song von Amon Tobin gepostet habe und er kurz darauf auch.

Medium: MP3
Link: MP3

Blip schlägt automatisch “neue Freunde” mit ähnlichem Musikgeschmack vor, die man alle in einem Rutsch “verfolgen” kann. Sein Profil ist allerdings tatsächlich bemerkenswert:

johnnysmooth auf Blip.fm

Er hat es geschafft, innerhalb von 10 Tagen fast 1000 Zuhörer einzusammeln - obwohl er bisher nur bescheidene 87 Songs gepostet hat. Ich sehe es auch zum ersten mal, dass jemand mehr @Replies hat als eigene Blips. Für dieses Kunststück musste er einige tausend Male klicken um sich mit 16000 Profilen “anzufreunden”. Aber es lohnt sich offensichtlich.

Folgen wir doch mal dem Link zu seinem Youtube-Profil:

Johnnysmooth auf Youtube

Ein ganz ähnliches Bild. Beinahe jedes seiner inzwischen 400 (!) Videos hat tausende Zuschauer. Nicht, dass ich mir alle reingezogen hätte… Das “berühmteste” zeigt ihn beim Malen - eine weitere Beschäftigung, der er begeistert nachgeht. Na was heißt begeistert - in seinen Videos gibt er sich betont cool. Und das kommt offensichtlich gut an.

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Auf anderen Diensten ist er bisher nur mäßig erfolgreich: Auf Twitter gilt es nicht viel, wenn einem genauso viele Leute folgen, wie man auch selbst abonniert. (Das ist kein Kunststück, da insbesondere neue User die Auto-Follow-Option nicht ausgeschaltet haben.)

Er hat zumindest verstanden, dass man unfassbar viel Aufmerksamkeit auf ein einzelnes Bild lenken muss, damit sich jemand dafür interessiert und es eventuell auf etsy.com kauft (zu humanen Preisen übrigens). Jedenfalls eine ziemlich zeitraubende Beschäftigung, diese Profilierung im Netz.

Free Hugs!

Euroloch Award 2009

Im hyperinflationären Simbabwe dürften derzeit sogar Kabelbinder als Zahlungsmittel gelten. Nun sind Kabelbinder wie die meisten unscheinbaren Massenprodukte eigentlich wertlos, d.h., ihr Herstellungspreis pro Stück liegt bei Null Cent. Auch Baumärkte leben bekanntlich davon, Gummiringe für teuer Geld einzeln zu verpacken, obwohl so ein Gummiring so gut wie nichts kostet.

Euroloch-AwardLeere Original-Verpackungen von teuren technischen Anschaffungen werden übrigens auch bei uns inzwischen hoch gehandelt. 20 EUR für einen Apple-Karton sind da durchaus drin.

Demgegenüber steht der stark wachsende Handel mit virtuellen Gütern, die mit realem Geld bezahlt werden, physisch aber nicht existieren: Musik, Ebooks, “Items” in Onlinespielen - die man sogar in ganz realen Läden kaufen kann.

“Guthaben” bekommt man in Form einer Nummer auf den Kassenbon gedruckt - aber manch virtuelles Produkt ist da schon aufwändiger verpackt. Höchste Zeit also einen Preis auszuloben für das hübsch verpackteste Nichts, das derzeit zu haben ist. Hier sind zwei beispielhaft Nominierte - die Jury ist für viele weitere Vorschläge dankbar:

1. Deutsche Post AG mit der “Clevercard

Die Post bringt es fertig, Hyperlinks auf Pappkärtchen zu verschlüsseln, die von den freiwilligen Abonnenten mit einem speziellen Lesegerät zu Hause aufgerufen werden können. Links per Post verschicken, das ist kühn und originell - und nachvollziehbar, wenn man geschäftsmäßig mit Adressen handelt - aber eben auch vollkommen sinnlos. Außerdem sind die Produkte und sogar das Lesegerät kostenlos, das gibt Punktabzug! Prognose: Höchstens für ältere Internet-Neulinge mit ausgeprägter Rabattsystem-Affinität interessant.

Clevercard der Deutschen Post AG

2. Nintendo of Europe für die “Wii Points Card

Für das Guthaben im eingebauten “Wii Shop Channel” bekommt man nicht nur einen lieblosen zufälligen Zahlensalat auf einem Kassenbon, nein, man bekommt einen Haufen Material: Einen Hochglanzpappschuber mit eingelegter Karte und zwei Broschüren: Eine zwölfsprachige Bedienungsanleitung und einen Werbeprospekt. Natürlich alles mit dem Original Nintendo “Seal of Quality”. Das macht viel her!

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Deutschlandtrend

Deutschlandtrend

Gestern in den Tagesthemen präsentierte uns Jörg Schönborn (Chefredakteur des WDR und Wortschöpfer der “Jamaika-Koalition”) eine hübsche Infografik - wie immer mit hochseriöser Mine: Über die Zufriedenheit der Deutschen mit der Arbeit von wichtigen Persönlichkeiten. Man stelle sich vor, man bekäme einen Anruf von Infratest Dimap, hallo, ja genau, man sei dieses berühmte Umfrageinstitut und ob man nicht Zeit habe für ein paar Fragen, es dauere auch bestimmt nicht lang und das mache ja ganz viel Spaß auch!

Und dann wird man allen Ernstes gefragt, wie zufrieden man mit der Arbeit des amerikanischen Präsidenten, unseres Bundespräsidenten und - der des Papstes ist. Vermutlich anhand irgendeiner Skala, sagen wir von 1-10. Und dabei denkt man sich vermutlich nicht mal was, weil man schon einen Haufen anderer dämlicher Fragen mit Zahlen auf einer Skala beantworten sollte. Und dann sagt man sowas wie: “Tja, vom Papst hört man zur Zeit ja nichts Gutes. Nee, bin ich eigentlich nicht so zufrieden mit! Dem geb ich jetzt mal ne 3-4!”

Ehrlich gab man in den Tagesthemen zu, dass man bisher nie nach der Papst(un)zufriedenheit gefragt und daher keine Vergleichszahlen vom letzten Mal habe. Trotzdem sei man unglaublich überrascht gewesen und besonders auch darüber, dass Horst Köhler noch vor Obama liegt! Ja, das ist in der Tat wahnsinnig überraschend! Aber auch kühn, diese Menschen, die eigentlich keinerlei Gemeinsamkeiten haben, nebeneinander in einem Diagramm zu vergleichen.

Ich persönlich empfände es als abwechslungsreich, wenn nicht immer nur nach der “Zufriedenheit” gefragt würde, sondern auch mal nach der “Zuversichtlichkeit”: Wie zuversichtlich sind Sie in Bezug auf Ihre Zukunft? Antworten Sie bitte auf einer Skala von 256 Graustufen!

Die Maggi-Kuh

Maggi-Kuh

Neulich träumte ich ernsthaft von einer “Maggi-Kuh”, von der ich dringend eine schlechte Montage basteln musste. Durch einen Werbespot von “Knorr Vie” wurde dieses seltsame Bild wieder in mein Bewusstsein gespült: Kann ein Tütensuppenhersteller denn wirklich glaubhaft etwas Gesundes - beispielsweise einen Smoothie verkaufen? Selbst in den USA, dem Herkunftsland des Smoothie, schmeißt man einfach ein paar frische Sachen in einen Mixer und kaum jemand käme auf die Idee, das als Fertigprodukt zu kaufen. Wünschenswert wäre schon eher, dass man hierzulande gefrorenes Orangensaftkonzentrat für den Privathaushalt kaufen kann! Ist doch viel sinnvoller, als das Zeug bereits mit Wasser verdünnt in Tetrapaks Heim zu schleppen. Der Smoothie aus der Plastikflasche jedenfalls stellt das genaue Gegenteil dieser Idee dar.

(Original-Kuh von stevoarnold)