Warum heißt Twitter eigentlich Twitter?

twiddler

Das qietschbunte web 2.0 ist um eine neue Attraktion reicher: Sie ist so neu, dass ich mit dem Bloggen wieder viel zu spät bin – und das Ding ist fast schon wieder für Abermilliarden $ verkauft. Man munkelt noch, an wen – aber irgendjemand wirds schon kaufen, vermutlich Google, natürlich. Die Seite ist jedenfalls so angesagt, dass mein Browser sie kaum geladen bekommt.

Twitter funktioniert so: Jeder User postet in einer kurzen Nachricht, was er gerade so macht. Das wars eigentlich schon. Natürlich geht das auch vom Handy aus, auch per instant messenger lässt sichs twittern. Diese Nachrichten können dann “freunde” sozusagen mitverfolgen – als freiwilliges Spam-Abo. Es gibt auch schon unzählige Tools und Browser-Erweiterungen. Naja, ohne es auszuprobieren, lässt sich der Nutzen eines solchen “Microblogs” nicht erschließen. Aber macht nix – umso geheimnisvoller der Hype.

Man könnte böswillig vermuten, web 2.0 Innovationen bräuchten zunächst mal einen seltsamen Namen – wobei es übrigens out ist, einfach irgendwas mit einem abgehackten R am Ende zu probieren. Ich möchte jetzt niemanden beleidigen – aber das klingt doch immer nach flickr-Abklatsch! Nach Yahoo und Google kam das Doppel-O doch auch aus der Mode, oder? Einprägsam muss der Name jedenfalls sein (maximal 8 Buchstaben) und ein gewisser origineller Ulkigkeits-Faktor ist von Vorteil.

Mich persönlich erinnert twitter ja an ein hübsches Programm für den Amiga: Es war in einem Set von weiteren “useless tools” und hieß twiddler. Man konnte damit Kreise ein ein Fenster malen – ein super Programm für Leute, die gerne beim Telefonieren mit dem Kugelschreiber auf irgendwas rumkritzeln…

Hier entstehen sicher bald weitere großartige Projekte:

twoodle
twipple
knoodle

Holleri du dödel di
diri diri dudel dö

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